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Meine Musik

Die Tabla ist mit Sicherheit das faszinierendste aller Rhythmusinstrumente.
Tabla spielend
1992 habe ich begonnen, beim großartigen indischen Musiker Jatinder Thakur, der bis heute mein verehrter Lehrer ist, das Tabla-Spielen zu lernen. Und noch immer fühle ich mich wie ein Anfänger.
Über die Jahre habe ich bereits unzählige Stunden Tabla-spielend auf verschiedenen Bühnen verbracht, ich weiß gar nicht, welche Projekte ich hier aufzählen soll.
Vor allem begleite ich indische traditionelle/spirituelle Musik und habe dabei schon eine Reihe von Persönlichkeiten rhythmisch unterstützt, so auch Swami Nirvanananda bei seinen legendären acht-Stunden-Auftritten, oder als „Stage Musician” vor mehreren tausend Zusehern bei den jährlichen Diwali-Melas (indisches Neujahrs-Fest). Ich fühle mich der uralten Tradition der Tempelmusiker verpflichtet und werde deswegen auch von der Wiener Hindu-Community geschätzt.
Seit einiger Zeit arbeite ich begeistert mit Kathak-Tänzerinnen zusammen, die Kombination von Rhythmus und klassischem Tanz ist besonders faszinierend.
Immer wieder spiele ich klassische indische Musik gemeinsam mit Sitar oder anderen Soloinstrumenten und freue mich auch über die gelegentliche Zusammenarbeit mit Musikern aus komplett anderen Stilrichtungen (z.B. Techno/Dub, Streichquartett, Afro-Percussion, Adventmusik). Mein Wissen gebe ich auch hin und wieder in Bolance-Workshops weiter.
Im Herbst 2006 habe ich die Website in neuem Fenster öffnen Swara – Plattform für indische Musik und Tanz in Österreich gelauncht.

Die Tabla

Die Tabla ist ein Schlaginstrument, das vor langer Zeit in Nordindien auf der Basis uralter traditioneller Trommeln weiterentwickelt worden ist. Sie wird mit einer speziellen Fingerschlagtechnik gespielt und bietet eine einzigartige Klangvielfalt. Das Instrument ist auch schon als Königin der Trommeln bezeichnet worden.
Genaugenommen besteht die Tabla aus zwei Trommeln: einer bauchigen aus Metall (Bayan oder auch Duggi genannt) und einer mehr zylindrischen aus Holz (die eigentliche Tabla, auch als Dayan bezeichnet). Das augenfälligste sind die schwarzen Punkte (Syahi) auf den kompliziert aufgebauten Fellen (Puri). Diese werden aus einer geheimen Mixtur mit Eisenstaub, Reis und anderen Zutaten hergestellt und sind hauptverantwortlich für den unnachahmlichen Klangreichtum der Trommeln.
Auf der bauchigen Bayan erklingen die charakteristischen melodiösen Bassklänge, während die kleinere Trommel mit einem Hämmerchen auf einen bestimmten Grundton gestimmt wird und Sounds wie Regenprasseln, Peitschenknall oder Glockenschläge erzeugt.
Die Tabla ist das Standard-Rhythmusinstrument in der klassischen nordindischen Musik (im Gegensatz zur südindischen Musik, wo vor allem die zweiseitig bespannte Trommel Mridangam Verwendung findet). Wegen des interessanten Ton-Repertoires wird sie inzwischen längst auch in westlichen Fusion-Musikprojekten, Jazz und Weltmusik eingesetzt. Als begabtester Tabla-Meister unserer Zeit wird häufig Zakir Hussain genannt, der außerhalb Indiens vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Gitarristen John McLaughlin bekannt geworden ist.
Die Tabla-Spieler bedienen sich einer eigenen Sprache, die den einzelnen Schlagkombinationen Sprechsilben (Bols) zuordnet, so dass man jedes Muster nicht nur spielen, sondern auch sprechen kann, z. B.:
Dha tire kite dha ghe na tun na dha ti dha ghe dhin na ghe nana
Das Spiel folgt komplexen überlieferten mathematischen Gesetzen (Taal), die den Rahmen für teils überraschende rhythmische Variationen und – je nach Können des Musikers – virtuose Improvisation bieten.
In Wien besteht auch eine offene Gruppe zum Tabla-Lernen, bei Interesse gebe ich gern weitere Auskunft!

Besucherkommentare:
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  • hallo,
    würde auch gerne tabla spielen lernen.
    habe jetzt ein Paar bekommen, nur krieg ich nicht wirklich interessante klänge raus.
    gibts vielleicht auch im netz details zur technik  und übungen?
    danke
    geschützte Adresse  am 13. 10. 2005, 17:10
  • Wäre interresiert an Tabla Unterricht
    geschützte Adresse  am 21. 7. 2005, 14:20

  Beitrag zuletzt aktualisiert am 17. 10. 2006, 19:08