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Installation von Apache mit PHP unter Windows

Teil 1: Dateisystem

Am einfachsten ist ein Betriebssystem ab WINDOWS 2000, auf älteren Systemen funktionierts zwar auch, aber die Gefahr, dass es Probleme gibt, ist wesentlich größer.
Ein beliebiges Verzeichnis muss angelegt werden, das zum Webroot wird, z.B. C:\server\htdocs. In diesem Verzeichnis müssen Lese- und Schreibrechte für das Server-Programm vorhanden sein. – Zum Installieren braucht man Administrator-Rechte.

Teil 2: Apache

Installation

Den Apache kann man hier runterladen: in neuem Fenster öffnen httpd.apache.org/download.cgi, empfohlen wird die aktuelle 2er-Version.
Standardmäßige Installation in einem Ordner wie C:\programme\apache group\apache2, empfohlen wird die Option als Dienst (Apache ist üblicherweise ein Windows-Service und läuft im Hintergrund). Als Angabe für den Servernamen kann man localhost eintippen, aber im Grunde genommen sind die vom Installationsprogramm gefragten Angaben bei lokaler Benützung unnötig.
Im Idealfall startet der Server sofort nach Beenden der Installation, was man an einem grünen Pfeil im System Tray („Apache Monitor”) erkennen kann. Gelegentlich gibts Schwierigkeiten mit dem automatischen Einrichten des Dienstes.
  • Sollte es hier zu Problemen kommen, hilft es meist, an der Eingabeaufforderung in den Ordner C:\programme\apache group\apache2\bin zu gehen, und dort apache -k install einzugeben. Das richtet den Dienst „von Hand” ein. Es wäre auch möglich, dass der „Apache Monitor” nicht läuft, dann geht man am besten zu den „Diensten” (Systemsteuerung – Verwaltung – Dienste) und schaut nach:
  • 1. ob der Dienst Apache2 eingetragen ist und
    2. ob er läuft; gegebenenfalls kann er nun händisch gestartet werden.
Manchmal hilft bei Problemen an dieser Stelle auch ein Neustart des Computers.
Wenn der Apache sich noch immer nicht zum Laufen bringen lässt, dann ist wahrscheinlich der 80er-Port belegt, weil ein anderes Programm ihn benützt.
  • Am geschicktesten ist es, dieses Program herauszufinden und dafür zu sorgen, dass der Port frei wird, als Alternative besteht die weiter unten *) beschriebene Möglichkeit, den Apache auf einen anderen Port zu verlegen.
Durch Eingabe von localhost im Browser sollte nun eine Willkommensseite des Apache angezeigt werden.

Konfiguration

Die Konfiguration erfolgt über die Datei httpd.conf, die sich nun bereits im Ordner C:\programme\apache group\apache2\conf befindet.
Zwei Dinge müssen wir dort ändern: Bei der Einstellung DocumentRoot müssen wir die Vorgabe C:/programme/apache group/apache2/htdocs durch den Pfad zu unserem Root-Verzeichnis ersetzen (in UNIX-Schreibweise), also C:/server/htdocs. Wichtig ist, auch unter WINDOWS Schrägstriche statt Backslashes zu verwenden.
Ein paar Zeilen weiter unten müssen wir in der Anweisung <Directory C:/programme/apache group/apache2/htdocs> auch den Pfad ändern in C:/server/htdocs. Diese Einstellung ist wichtig, damit unter Anderem die Zugriffsoptionen richtig gesetzt werden.
  • *) Sollte es nötig sein, einen anderen Port zu verwenden, kann dieser in der Anweisung Listen angegeben werden. Eine gute Wahl ist z. B. 8080. – Ein ungeeigneter Port hat zur Folge, dass sich der Apache nicht starten lässt.
Nach Neustart des Apache (über den „Apache Monitor” oder die „Dienste”) werden die Änderungen übernommen und der Server ist einsatzbereit!

Teil 3: PHP-Interpreter

Installation

Download der aktuellen Version: in neuem Fenster öffnen www.php.net/downloads.php, am besten das große ZIP-Paket mit allen Modulen.
Der gesamte Inhalt des ZIP-Files wird – mit Berücksichtigung der darin gespeicherten Pfade – in den Ordner C:\programme extrahiert. Das erzeugt einen Ordner wie C:\programme\php-4.3.4-Win32 und die komplette Verzeichnisstruktur darunter. Der Einfachheit halber, und um spätere Updates zu erleichtern, empfiehlt es sich, den neuen PHP-Ordner umzubennenen in C:\programme\php.
Nächster Schritt: die Datei php4ts.dll im PHP-Ordner muss in das WINDOWS-Systemverzeichnis, also z. B. C:\windows\system32 kopiert werden.
Danach kann man das PHP-Modul für den Apache einbauen:

Konfiguration

In der Datei httpd.conf tragen wir die Anweisung LoadModule php4_module c:/programme/php/sapi/php4apache2.dll ein, am besten dort, wo auch die anderen LoadModule-Anweisungen zu finden sind (im Grunde genommen ist die Reihenfolge aber unwesentlich). Falls für die Installation ein anderes Verzeichnis gewählt worden ist, muss der Pfad natürlich angepasst werden – VORSICHT: wieder Schrägstriche statt Backslashes.
Ein Neustart des Apache sollte nun klappen; falls nicht (und man einen Fehler in der obigen Pfadangabe ausschließen kann), dann wurde entweder die Datei php4ts.dll nicht richtig kopiert, oder die Versionen von Apache und PHP passen nicht zusammen.
  • Sollte es einen Versionskonflikt geben, könnte man PHP als CGI einbauen, indem man die LoadModule-Anweisung ersetzt durch:
  • ScriptAlias /xyz/ c:/programme/php/
       Action application/x-httpd-php /xyz/php.exe
Wenn der Webserver wieder läuft, müssen wir ihm noch mitteilen, welche Dateien an den PHP-Interpreter geschickt werden sollen:
AddType application/x-httpd-php .php, und durch Leerzeichen getrennt noch beliebige weitere Datei-Endungen, in die der Interpreter hinein schauen soll.
Nach erneutem Apache-Restart können wir beginnen, PHP-Dateien, die in unserem neuen Document-Root-Verzeichnis liegen, auszuführen.
  • Sollten die standardmäßigen PHP-Einstellungen unzureichend sein, kann man im WINDOWS-Verzeichnis bei Bedarf eine PHP-Konfigurationsdatei mit den gewünschten Einstellungen anlegen. Ein Muster dafür befindet sich im PHP-Ordner und trägt den Namen php.ini-dist. Die kann man beispielsweise als Ausgangsbasis für eine eigene php.ini verwenden.

  Beitrag zuletzt aktualisiert am 1. 2. 2005, 14:57